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Weg mit dem Fett - Fettabsaugung (Liposuction)
Übergewicht, Fettpolster, unausgewogene Körperformen – all dem kann mit einer Fettabsaugung im wahrsten Sinne des Wortes „zu Leibe gerückt“ werden. In der medizinischen Fachsprache auch Liposuction genannt, werden bei dieser Schönheits-Operation Zellen aus dem Unterhautfettgewebe mit Kanülen abgesaugt. Der Zweck ist – bis auf ganz seltene Ausnahmen, wo Tumoren des Unterhautfettgewebes auf diese Art entfernt werden – immer ein kosmetischer. Der Eingriff wird in Deutschland an Bäuchen, Oberschenkeln und Pos mittlerweile so oft durchgeführt, dass die Fettabsaugung schon Routine auf den Abteilungen für Plastische Chirurgie geworden ist.
Bei der Operation wird ein Gemisch aus Wasser, Kortison und Natriumbicarbonat unter die Hautoberfläche gespritzt, gemischt mit einem Betäubungsmittel. Durch dieses Gemisch, das die Fettzellen innerhalb etwa eines Tages aufsaugen, wird sichergestellt, dass sie sich beim danach durchgeführten Fettabsaugen leichter aus dem umgebenden Bindegewebe herauslösen lassen. Dadurch ist eine gleichmäßige Entfernung der überschüssigen Fettpolster sicher gestellt, ohne das umgebende Bindegewebe, Nerven oder Gefäße zu schädigen.
Zum Fettabsaugen werden dann über kleine Hautschnitte feine Kanülen unter die Haut geschoben, eine Pumpe erzeugt in der Kanüle einen leichten Sog, der die Fettzellen in die Kanüle saugt. Die Kanülen haben dabei einen Durchmesser von etwa 3 - 8 mm, dadurch ist ein relativ rasches Durchführen des Eingriffs möglich. Insgesamt können auf einmal etwa 2 – 3 kg Fettgewebe entfernt werden, eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass die Fettabsaugung ja ganz gezielt an bestimmten Körperstellen stattfindet.
Eine andere Möglichkeit ist die so genannte Liposkulptur, eine Methode, die mit sehr viel feineren Kanülen durchgeführt wird, die normalerweise einen Durchmesser von 1 – 2,5 mm haben. Dadurch ist ein präziseres Absaugen der Fettpolster möglich, und das Gewebe wird geschont. Darüber hinaus sind die Hautschnitte so klein, dass sie – im Gegensatz zur herkömmlichen Methode – nicht mehr vernäht werden müssen. Auch die danach nötige Kompression mit einem Kompressionsmieder, bei der herkömmlichen Methode für etwa 4 – 6 Wochen, ist bei der Liposkulptur durch die Schonung des Gewebes beim Fettabsaugen nur für wenige Tage erforderlich.
Erst seit kurzem wird das abgesaugte Fett auch aufbereitet und kann damit, als Alternative zu anderen Mitteln, zum ‚Auspolstern’ bestimmter Körperpartien verwendet werden – zur Brustvergrößerung, beispielsweise oder zum Unterspritzen der Lippen. Hierbei muss das Fett allerdings auf jeden Fall mit Mikrokanülen (Liposkulptur) abgesaugt, und danach auch entsprechend aufbereitet werden. Alles in allem jedoch stellt diese Methode der „Eigenfett-Transplantation“ einen optimalen Weg dar, um ansonsten nötige Implantate, also ‚Fremdkörper’ durch körpereigenes Material zu ersetzen.
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